Warum ich Kintsugi so mag

Eine ursprünglich japanische Handwerkskunst, um kostbares Porzellan zu reparieren. Diese Technik wurde im Zen-Buddhismus metaphorisch umgedeutet: jetzt geht es um die Metapher des Lebensbruchs, der wertschätzend betrachtet wird und den es liebevoll zu behandeln gilt.

Ich nutze in meinen KINTSUGI Kursen diese Bildsprache. Es ist immer wieder bewegend, was passiert, wenn sich die Teilnehmenden (bisher waren es vor allem Frauen) auf diese Lebensbrucharbeit einlassen. Ich lasse immer die Wahl. Niemand muss das tun – aber wenn diese Entscheidung gefällt wird, passiert immer irgendwie ein kleines Stück Heilung.

  • Da ist die Frau, die in den Scherben die Anzahl ihrer engen Familienmitglieder findet.
  • Da ist die Teilnehmerin, die erkennt, wie sehr sie sich abmüht, um die Teile zusammen zu halten – und ist so dankbar, als ich ihr meine helfenden Hände zum Halten angeboten habe.
  • Die andere Teilnehmerin, die den Vorgang des Vergoldens als „Balsam“ auf die Narben des Lebens wahrnehmen konnte und vor Rührung weinte.
  • Die junge Frau, die erkennt, dass die vielen kleinen Risse vor allem im Innen zu finden sind – von außen konnte man gar nicht so viele Brüche sehen.

Es sind immer wieder so Beispiele, die mich gerührt auf diese Technik blicken lassen und es mich mit Dankbarkeit erfüllt, dass ich diese Arbeit tun darf und in meinen Kursen in die Welt tragen darf.

Wenn du die Magie von KINTSUGI auch einmal erleben willst, dann komm einfach in einen meiner Kurse.

Ich gebe in diesem Halbjahr noch einige und am Herbstprogramm wird schon gestrickt. Im Sommer sogar einen OpenAir.

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